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  15.06.2010

Erneuerbare Energien

80 Prozent der weltweit benötigten Energie können 2050 mit Erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Das eine Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien nicht möglich ist, wird von der aktualisierten Studie "Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick" ein weiteres Mal entkräftet.

Ergebnis des veröffentlichten Konzepts von Greenpeace und dem Europäischen Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC): 80 Prozent der weltweit benötigten Energie können 2050 mit Erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Wenn zusätzlich Energie eingespart wird, können die globalen CO2-Emissionen dadurch um mehr als 80 Prozent sinken. Die Umstellung auf das neue Energiekonzept kann laut der Studie ohne zusätzliche Kosten realisiert werden. Denn rund fünf Billionen Euro können beim Brennstoffimport bis 2030 gespart werden und in den Umbau fließen. "Unser Energiekonzept führt zu mehr Versorgungssicherheit. Es macht unabhängig von stark schwankenden Weltmarktpreisen für Öl, Gas und Kohle sowie deren umweltzerstörende Förderungen. Die BP-Katastrophe im Golf von Mexiko ist eine Folge falscher Energiepolitik", sagt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace International. "In Menschen und Arbeitsplätze zu investieren statt in Brennstoffe, zahlt sich mehrfach aus: es schützt das Klima, spart Anpassungskosten und nutzt der Wirtschaft." "Eine vollständige Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien ist keine Frage der Technik, sondern des politischen Willens", sagt auch Christine Lins, Geschäftsführerin von EREC.

"Auch in der Finanzkrise 2009 konnte der Windenergiemarkt um 41,5 Prozent zulegen. Die Erneuerbare Energien-Branche ist bereit und in der Lage diesen ehrgeizigen Energie [R]evolutions-Plan umzusetzen und Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze zu schaffen. Wir brauchen nur ein klares politisches Signal und ernst gemeinte Klimaschutzziele. Die Studie wurde im Auftrag von Greenpeace und EREC vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellt und liefert einen "Masterplan". Er soll das Problem des steigenden Welt-Energiebedarfs lösen und gleichzeitig Klimaschutz möglich machen. Für die Kalkulationen wurde das weltweite Wirtschaftswachstum, auch in den Boomregionen China und Indien, berücksichtigt. Greenpeace fordert mit diesem Plan weltweit die Regierungen dazu auf, in den notwendigen Umbau der Energieversorgung zu investieren, anstatt umweltschädliche und gefährliche Energiequellen wie Öl, Kohle oder Atomkraft zu fördern. Arbeitsplätze sind ein weiterer wichtiger Aspekt des Energie [R]evolutions- Plans. Die Branche der Erneuerbaren Energien könnte ihren jährlichen Umsatz bis 2050 von derzeit 80 Milliarden auf über 480 Milliarden Euro steigern. Nutzten Regierungen und Unternehmen dieses enorme Wachstumspotential, könnten in diesem Bereich bis im Jahr 2030 6,5 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen - eine Million davon in Deutschland. Im gesamten Energiesektor entstünden bis zu zwölf Millionen Jobs.

Quelle: ProVita

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